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Hilfe und Beratung für Migrantinnen und Migranten

Wer als Migrantin oder Migrant Deutschland als Wohnsitz und zukünftige Heimat wählt, kann auf staatliche Unterstützung zählen. Dies gilt natürlich auch für Spätaussiedler und Spätaussiedlerinnen.

Migrationsberatungsstellen unterstützen Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer bei ihren ersten Schritten in Deutschland und stehen als Anlaufpunkte bereit, um alle Fragen im Zusammenhang mit der neuen Lebenssituation zu klären.

Migrationsberatung für Erwachsene (MBE)

Die MBE wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert und soll erwachsene Migrantinnen und Migranten in allen Anliegen unterstützen, die mit ihrer beruflichen und sozialen Eingliederung in Zusammenhang stehen.

Professionelle Berater stellen ein individuelles Beratungsprogramm zusammen und informieren zu vielen Themen der Integration, wie beispielsweise Sprachförderangeboten, Gesetzesänderungen oder dem Einstieg in das Arbeitsleben. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos.

Jugendmigrationsdienste (JMD)

Die JMD bieten über die Träger der Jugendsozialarbeit bundesweit Beratungen für 12- bis 27-jährige Menschen mit Migrationshintergrund. Ziel ist die Förderung der Integration junger Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen des schulischen, beruflichen und sozialen Lebens. Schwerpunkt ist dabei der Übergang von der Schule in den Beruf.

Angeboten werden Beratung und Begleitung auf der Basis eines individuellen Case-Managements sowie die Vermittlung zu anderen Diensten und Einrichtungen wie zum Beispiel Agentur für Arbeit, Jobcenter und örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Die JMD kooperieren zudem mit verschiedenen Stellen und Personen, die für die Integration relevant sind, darunter vor allem Eltern, Schulen und Betriebe.

Projekt "jmd2start – Beratung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst"

An bundesweit 24 Standorten öffnen die Jugendmigrationsdienste von 2015 bis 2017 in einer ersten Modellphase ihr Beratungs- und Begleitungsangebot für junge Flüchtlinge. Schwerpunkt des Angebots ist die Unterstützung junger Geduldeter und junger Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung beim Zugang zu Sprachförderangeboten und bei der Aufnahme einer Beschäftigung. Zielgruppe des Projekts sind unbegleitete und begleitete junge Flüchtlinge von 12 bis 27 Jahren.

Sprachförderprogramm Garantiefonds Hochschule (GF-H)

Nach der Richtlinie Garantiefonds Hochschule können junge Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Asylberechtigte und junge ausländische Flüchtlinge mit einem gesicherten Aufenthaltsstatus (bis zum 30. Lebensjahr) aufbauend auf den Integrationskursen nach dem Aufenthaltsgesetz Sprachförderung zum Erlernen der deutschen Sprache bis zum Niveau C 1 (EU Referenzrahmen) erhalten. Diese Sprachkurse befähigen junge Menschen dazu, die Hochschulreife zu erwerben, ein Hochschulstudium aufzunehmen oder eine im Herkunftsland begonnene Hochschulausbildung in Deutschland fortzusetzen.

"Menschen stärken Menschen" - Paten, Gastfamilien und Vormünder für eine gelungene Integration

Das Programm "Menschen stärken Menschen" fördert Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren. Ziel ist es, Patenschaften zwischen geflüchteten Menschen und hier lebenden Menschen zu unterstützen. Das neue Programm soll vor allem die Rahmenbedingungen für Helfer verbessern und ein möglichst dauerhaftes Engagement fördern.

Ein Wegweiser-Telefon informiert über die Möglichkeiten im Bereich Patenschaft, Gastfamilie und Vormundschaft. Das Wegweiser-Telefon ist unter der Nr. 0 800 200 50 70 von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 16:00 Uhr erreichbar.