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Rente: Hinterbliebenenrente für Waisen

Wenn Vater, Mutter oder beide Eltern sterben, unterstützt die gesetzliche Rentenversicherung Kinder und Jugendliche mit einer Hinterbliebenenrente für Waisen.

Voraussetzung der Rentenzahlung

Kinder einer beziehungsweise eines verstorbenen Versicherten können Anspruch auf Halb- oder Vollwaisenrente haben, wenn der verstorbene Elternteil die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Eine Halbwaisenrente wird gezahlt, wenn noch ein unterhaltspflichtiger Elternteil lebt, eine Vollwaisenrente, wenn kein unterhaltspflichtiger Elternteil mehr lebt.

Neben leiblichen oder adoptierten Kindern werden auch berücksichtigt:

  • Stiefkinder und Pflegekinder, die in den Haushalt der beziehungsweise des Verstorbenen aufgenommen waren, sowie
  • Enkel und Geschwister, die in den Haushalt der verstorbenen Person aufgenommen waren oder von ihr überwiegend unterhalten wurden.

Höhe und Dauer des Anspruchs

Die Halbwaisenrente beträgt in der Regel zehn Prozent, die Vollwaisenrente rund 20 Prozent der Rente, die der oder die Verstorbene erhalten hätte. Waisenrenten werden regelmäßig bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres (18. Geburtstag) des Kindes gezahlt.

Über das 18. Lebensjahr hinaus kann die Waisenrente längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres beansprucht werden. Dies gilt unter anderem, wenn die Waise

  • sich in Schul- oder Berufsausbildung oder in einer Übergangszeit von höchstens vier Kalendermonaten zwischen zwei (Ausbildungs-) Abschnitten befindet,
  • ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder den Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz leistet,
  • oder wegen Behinderung nicht in der Lage ist, selbst für ihren Unterhalt aufzukommen.