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Rente: Rentensplitting von Ehegatten und Lebenspartnern

Ehegatten, aber auch Partner von eingetragenen Lebenspartnerschaften, können das Modell des Rentensplittings in Anspruch nehmen.

Rentensplitting bedeutet: Rentenanwartschaften, die während der Ehezeit erworben wurden, können zu gleichen Teilen partnerschaftlich aufgeteilt werden. Die Ehegatten müssen durch eine gemeinsame Erklärung bestimmen, dass die Rentenansprüche zu gleichen Teilen zwischen ihnen aufgeteilt werden. Voraussetzungen dafür sind unter anderem:

  • die Ehe oder Lebenspartnerschaft wurde nach dem 31. Dezember 2001 geschlossen oder eingetragen oder
  • die Ehe oder Lebenspartnerschaft bestand am 31. Dezember 2001 und beide Ehegatten oder Lebenspartner sind nach dem 1. Januar 1962 geboren.

Keine Hinterbliebenenrente bei Rentensplitting

Die Wahl des Rentensplittings schließt eine Hinterbliebenenrente aus. Durch das Rentensplitting erhält der Ehegatte oder Lebenspartner eine höhere eigenständige Rentenleistung, der während der Ehezeit oder der Lebenspartnerschaft die niedrigeren Rentenanwartschaften erworben hat. Auf der anderen Seite mindert sich die Rente des Ehegatten oder Lebenspartners, der die höheren Rentenanwartschaften erworben hat.

In das Rentensplitting einbezogen sind jedoch im Gegensatz zum Versorgungsausgleich nur Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, nicht zum Beispiel Anwartschaften auf eine Beamtenversorgung oder auf eine betriebliche Altersversorgung sowie private Renten- oder Lebensversicherungen.