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Kinderbetreuung – Frühe Förderung von Anfang an

Immer mehr Eltern entscheiden sich für Angebote der Kinderbetreuung - meist weil sie sich eine frühe Förderung für ihr Kind wünschen oder möchten, dass ihr Kind mit anderen Kindern gemeinsam lernt und spielt. Ein breites und hochwertiges Betreuungsangebot für Kinder trägt dazu bei, Kindern dies zu ermöglichen.

Zugleich helfen gute, bedarfsgerechte Betreuungsmöglichkeiten Eltern, ihren familiären und beruflichen Anforderungen besser nachkommen zu können. Ohne öffentlich geförderte Kinderbetreuung könnten viele Mütter und Väter nicht arbeiten.

Kinder werden gefördert

Wenn Kinder eine Betreuungseinrichtung besuchen, wird ihre Entwicklung in sprachlicher, motorischer und sozialer Hinsicht gefördert. Dies gilt gerade für Kinder unter drei Jahren. Besonders stark profitieren Kinder mit Migrationshintergrund und auch Familien mit geringem Einkommen von einer Betreuung; die Kinderbetreuung gleicht auch Belastungen aus, mit denen viele Eltern im Alltag umgehen müssen. Dies zeigen aktuelle Forschungsergebnisse.

Was Kinder in der Kita lernen, hilft ihnen später in der Schule. Kinder, die bereits mit zwei Jahren eine Kita besucht haben, verhalten sich auch in der Grundschule sozialer als Kinder, die erst später in eine Betreuungseinrichtung gekommen sind.

Betreuungsmöglichkeiten

Krippen, Tagesmütter und -väter, Kindergärten, Eltern-Kind-Zentren, Horte und Ganztagsschulen ermöglichen es jungen Paaren, die Frage "Kind oder Beruf" durch die Antwort "Kind und Beruf" zu ersetzen. Über die Postleitzahlensuche der Rubrik "Familie regional" finden Eltern das für sie zuständige Jugendamt mit weiteren Informationen wie Kita-Verzeichnissen oder Anmeldeformalitäten.

Betreuung für Kleinkinder

Gemeinsames Ziel von Bund, Ländern und Kommunen ist es, bundesweit ein bedarfsgerechtes und qualitativ gutes Angebot an Betreuungsplätzen insbesondere für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Denn seit dem 1. August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Dieser Rechtsanspruch kann durch das Angebot eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege erfüllt werden.

Länder und Kommunen haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen einzurichten. Der Bund unterstützt diesen Ausbau der Kindertagesbetreuung mit massiven Finanzhilfen:

Mit dem Sondervermögen "Kinderbetreuungsfinanzierung" wurden allein bis 2014 den Ländern 5,4 Milliarden Euro für Investitionen und Betriebskosten zur Verfügung gestellt. Ab 2015 beteiligt sich der Bund sogar dauerhaft an den Betriebskosten mit jährlich 845 Millionen Euro. In dieser Legislaturperiode wird das bestehende Sondervermögen um 550 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro aufgestockt. Zudem erhöht der Bund für die Jahre 2017 und 2018 seine Beteiligung an den Betriebskosten um nochmals weitere 100 Millionen Euro.

Grundlage ist das Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren, das am 1. Januar 2015 in Kraft trat. Dabei wird der Schwerpunkt auf eine qualitativ hochwertige, ganztägige Betreuung gelegt. So werden explizit Ausstattungsinvestitionen, die der gesundheitlichen Versorgung, den Maßnahmen der Inklusion und der Einrichtung von erweiterten Betreuungsplätzen, dienen, gefördert.