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Krankenversicherung: Gesetzliche Krankenversicherung

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist eine zentrale Säule des Gesundheitssystems und neben der Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung der älteste Zweig des Sozialversicherungssystems in Deutschland.

Grundprinzipien der Versicherung

Damit Krankheiten nicht zu einem finanziellen Risiko werden, werden Bürgerinnen und Bürger im Krankheitsfall abgesichert. Getragen wird diese grundsätzliche Gesundheitsversorgung durch die Beiträge der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und deren Arbeitgebern.

Es gilt das Solidaritätsprinzip: Bei grundsätzlich gleichem Leistungsanspruch aller Mitglieder wird die Höhe der Beiträge nicht nach dem persönlichen Krankheitsrisiko, also nach Alter, Geschlecht und Krankengeschichte, festgelegt, sondern wird nach einem festen Beitragssatz auf das persönliche Einkommen berechnet.

In Deutschland sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Regel pflichtversichert und somit automatisch gesetzlich krankenversichert.

Aufgaben der Krankenkassen

Die Aufgaben der GKV sind im Fünften Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB V) festgeschrieben und werden von den gesetzlichen Krankenkassen erbracht. Ziel ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten oder nach einer Erkrankung wiederherzustellen, sie zu informieren und zu beraten.

Die Versicherten haben einen Anspruch auf eine ausreichende und dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechende medizinische Behandlung, darunter die Behandlung durch Ärzte und Therapeuten, die Versorgung mit den notwendigen Arznei- und Heilmitteln sowie Pflege- und Rehabilitationsleistungen.

Versicherung für die ganze Familie

Familienangehörige von gesetzlich Versicherten sind unter bestimmten Voraussetzungen mitversichert, ohne dass weitere Beiträge anfallen. Grundsätzlich mitversichert sind Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Unter bestimmten Voraussetzungen erhöht sich diese Altersgrenze auf 23 Jahre, wenn das Kind nicht erwerbstätig ist, und auf 25 Jahre, solange das Kind eine Ausbildung, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst absolviert.

Elektronische Gesundheitskarte ab 2014 Pflicht

Ab dem 1. Januar 2014 gilt die neue elektronische Gesundheitskarte verpflichtend als Versicherungsnachweis und löst damit die alte Krankenversicherungskarte ab. Kann die Gesundheitskarte beim Arztbesuch nicht vorgelegt werden, kann man diese innerhalb von 10 Tagen nachreichen oder einen gültigen Versicherungsnachweis einreichen.

Ausführliche Informationen zur Krankenversicherung bietet das Internetportal des Bundesministeriums für Gesundheit.